Geflüster auf Burg
Schreckenstein

(Band 2
7)

 

Franz Schneider Verlag GmbH:

Einzelband: ISBN 3 505 04930 1 (Deckbild und Illustration Nikolaus Moras)

 

Das verrät uns das Cover (Schneider Buch)

"Im Grunde ist Beatrix keine unfaire Giftspritze!" Ritter Stephan spricht aus, was die meisten Jungen denken. Aber trotzdem ist es dem Mädchen von Schloss Rosenfels gelungen, den Gemeinschaftssinn der Schreckensteiner Ritter hart auf die Probe zu stellen. Da gibt es nur eine ritterliche Lösung: den gemeinsamen Gruselstreich.

 

Inhaltsangabe (Ottokar)Grafik: Nikolaus Moras

Andi und Amanda sind glücklich, denn endlich können sie sich mal ganz privat im Gasthof in Wampolsreuthe treffen. Die einzige, die Amanda davon erzählt hat, ist Beatrix. Doch das sollte Folgen haben. Beatrix ist schon seit einiger Zeit mürrisch, da sich Stephan in letzter Zeit lieber mit Anke trifft. Letztens musste Beatrix sogar mit ansehen, wie sich die beiden auf dem Kappellsee getroffen haben.

Auf der Burg bemerkten die Ritter nichts von der veränderten Beatrix. Hier ist das Hauptthema sicherlich Florian, der von der Franz-Joseph Schule nach Schreckenstein gewechselt ist. Wie kein anderer Neuling auf der Burg, fügt er sich nahtlos in die Gemeinschaft ein, ohne dass es Argwohn oder Hinterlist gibt - noch nicht...

Während der Ritterrat in der Folterkammer zusammensitzt, werden einige der großen Ritter von Rosenfelserinnen am Telefon verlangt, was den Minirittern selbstverständlich sofort verdächtig vorkommt - es muss ein Streich in der Luft liegen!
Da sind sie mit ihrer Einschätzung nicht allein - auch auf Rosenfels wittern die Zwerghühner einen Streich und so ist es nicht verwunderlich, dass die Gaststube in Wampolsreuthe später am Abend voll mit Rittern und Rosenfelserinnen besetzt ist - zum Leidwesen von Andi und Amanda, die sich dort nur wieder gemütlich treffen wollten. Beatrix kommt mit Dampfwalze und geht gleich auf Stephan zu, der gemütlich mit Anke beisammensitzt - dass das nicht gut gehen kann, liegt auf der Hand.

"Aus dir spricht ja Angst, nackte Angst!" zischte Beatrix giftig - Grafik: Nikolaus MorasDampfwalze, der seine Ingrid schon im Schoße von Florian sieht, geht auf Beatrix ein. Florian sei sein Erzfeind, das glaubt er dann auch und Beatrix bildet mit Dampfwalze ein "eingeschworenes Team".

Florian sitzt in der Zwickmühle. Plötzlich scheint er von allen geschnitten zu werden, dabei will er eigentlich gar nicht auffallen und schon gar nicht als Angeber dastehen. Als sich Beatrix plötzlich für ihn interessiert und ihm sogar ein Goldkettchen schenkt, klick Dampfwalze dann völlig aus - das geht zu weit! Und Florian versteht die Welt nicht mehr - er wollte doch nur freundlich sein...
Florian sieht keine andere Möglichkeit und geht auf Dampfwalze zu. Beim Gespräch "unter Rittern" klärt sich so manches auf und die beiden werden Freunde.

Für Bea sieht es jetzt mittlerweile düster aus - mit Stephan kann sie nicht mehr reden und Im Duschraum war nichts mehr an seinem Platz. "Was tut denn meine Nagelschere in deinem Zahnputzglas?" ertönte eine wütende Stimme - Grafik: Nikolaus Morasselbst auf Rosenfels wird sie geschnitten. Der Ritterrat ist sich aber einig - sie wollen Beatrix helfen, aus ihrer Stimmung rauszukommen... Da kommt plötzlich Florian der Einfall, wie man ihr helfen könnte - und ehe sich Beatrix versieht, steckt sie bei Paule im Kasten...

Ob sie sich am nächsten Tag beim Konzert wieder gefangen hat.... ??

 

Urteil:

Oje oje... Die Ritter und die Rosenfelserinnen zeigen Gefühle. Was sich in den letzten Bänden angedeutet hat, spitzt sich hier, im letzten der 27 Bänden, zu.

Wie soll ein Fan der Serie dieses Buch beurteilen? Ich glaube, ich stehe nicht allein mit der Behauptung, dass Beatrix zu den nettesten und wichtigsten Mädchen/Personen in der Schreckenstein-Reihe gilt. Hier steht sie jedoch außen vor; ihr Verhalten ist untypisch und man will fast den Autor strafen, warum gerade sie das durchmachen muss. Ich frage mich für die Beurteilung, ob es wirklich ein "typisches" Schreckenstein Buch ist, wie ich es sonst so gern bezeichne. Schwer...

Ich habe mir das Buch noch mal in wirklich guter Laune und Wetter kritisch durchgelesen und musste mich selber dabei ertappen, dass ich schmunzeln musste, wo ich damals Magenschmerzen hatte. Hoffte man hier auf ein "Happy End", kommt nur eine Versöhnung zu tage, was sicherlich realistischer ist, als alles andere...

Gern würde ich Eure Meinungen zu diesem Band hören!!! ;-)

Trotz Faustschlägej, Tritten und Bissen schafften es die fünf Mädchen schließlich, mit der Widerspenstigen fertig zu werden - Grafik: Nikolaus Moras

 

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