name01.gif (4378 Byte)

 

Oliver Hassencamp (10. Mai 1921 - 31. März 1988)
wurde in Rastatt als Sohn einer Amerikanerin und eines Deutschen geboren.

 Im Alter von 12 Jahren kam der freiheitsliebende Junge in das Internat Schloss Salem am Bodensee. Schnell merkte er, dass Salem keine normale Schule war. Den Schülern wurde Verantwortung und Selbstverwaltung übertragen, wohl ähnlich, wie wir es von Burg Schreckenstein kennen.

Sport wurde in Salem groß geschrieben. Neben dem Radfahren, einer Sportart, der Oliver Hassencamp auch als erwachsener Mann jede freie Minute opferte, bevorzugte der junge Salemer Hockey. Mit der Hockey-Mannschaft kam er so in den 30er Jahren nach London zu einer Schülermeisterschaft.

Neben Sport spielte Musik eine wichtige Rolle im Leben des jungen Oliver. In Salem gründete er eine Jazzkapelle, die über die Internatsgrenzen hinaus berühmt war: Die "King Oliver Rhythm Band". Er spielte Saxophon, Klarinette, Trompete und natürlich Akkordeon.

Nach dem Abitur wurde Oliver Hassencamp eingezogen und erlebte den Zweiten Weltkrieg in Rumänien und Russland. 1945 kam er zurück nach München, besuchte nach dem Studium der Rechtswissenschaft, Kunstgeschichte und Psychologie, die Schauspielschule. 1946 begann er als Regieassistent an den Münchener Kammerspielen und nahm gleichzeitig Schauspielunterricht. Hier in München lernte er den Autor Erich Kästner (Das fliegende Klassenzimmer, Pünktchen und Anton etc.) kennen, der das Kabarett "Die kleine Freiheit" gegründet hatte. Bald war Oliver Hassencamp ein nicht mehr wegzudenkendes Mitglied des Ensembles. Als Verfasser zahlreicher Stücke und Darsteller in der "Kleinen Freiheit" Karl Schoenboeck über die Entstehung von "Die kleine Freiheit" sowie bei einigen Fernseh- und Kinofilmen machte er sich einen Namen.

 "Man darf beim Kabarett nicht alt werden. Sobald man die studentische Frische nicht mehr hergibt, soll man aufhören, weil es sonst peinlich wirkt"

Schließlich zog sich Oliver Hassencamp als Kabarettist und Darsteller zurück und fixierte sich aufs Schreiben. Neben zahlreichen Romanen, Satiren, Erzählungen, Aphorismen, Drehbüchern für Filme und Theaterstücken begann er 1959 mit "Die Jungen von Burg Schreckenstein". Immer seine Internatszeit in Salem im Hinterkopf, bereitete ihm das Schreiben an den Schreckensteinern große Freude. Schon der erste Band war ein riesiger Erfolg. So wollten die neuen Schreckenstein-Fans seit den 60er Jahren immer neue Geschichten von der Burg Schreckenstein haben. Bis 1988 entstanden so 27 Bände.

Bis heute gibt es eine große Schreckenstein-Gemeinde. Die Geschichten von Oliver Hassencamp haben Millionen Jungen und auch Mädchen bis heute begeistert. Die Bücher lösten bei vielen jungen Lesern den Wunsch aus, auch ein Ritter auf Burg Schreckenstein zu werden und unter Stephan, Ottokar, Dampfwalze, Mücke, dem Rex und Dr. Waldmann und all den anderen fröhlichen Gesichtern zu leben.

Mit den Schreckensteinern schuf Oliver Hassencamp eine der erfolgreichsten deutschen Kinderbuch-Serien und gerne hätten wir noch weitere Abenteuer von Burg Schreckenstein gelesen. 

Oliver Hassencamp kam 31. März 1988 bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall ums Leben.

 

Mit seiner im Franz Schneider Verlag veröffentlichten Jugendbuchreihe "Burg Schreckenstein", dessen erstes Buch 1959 erschien, gelang ihm der ganz große Bucherfolg, und er wurde mit den 27 Bänden zum vielfachen Auflagenmillionär. Das letzte Band der Reihe erschien 1988.

"Burg Schreckenstein" zählt nach wie vor zu den meistgelesenen Abenteuerserien.

 

 

Um eine Videosequenz (ca. 2 MB) zu sehen, klick auf das Bild:


 

Weitere Veröffentlichungen von Oliver Hassencamp:

 

geisterseher01.jpg (13962 Byte)

Florian der Geisterseher
Schneider-Buch, 1979.
ISBN 3 505 07948 0
Deckbild und Illustration: Nikolaus Moras
Schneider-Buch, 1979.
ISBN 3 505 07948 0
Deckbild und Illustration: Nikolaus Moras


"Sagst Du mir auch mal voraus?" bittet Florian seine Tante, bei der er die Ferien verbringt. Die Hellseherin legt die Fingerspitzen an die Schläfen und starrt auf die Kristallkugel, bis ihre Augen einen entrückten Ausdruck bekommen. Ihre Stimme klingt seltsam verändert, als sie zu sprechen beginnt: "Ich sehe dein Leben..." Florian läuft ein eiskalter Schauer über den Rücken. So aufregend hat er sich die Ferien nicht vorgestellt!

 

Florian auf Geisterreise
Schneider-Buch, 1980
ISBN 3 5805 08047 0
Deckbild und Illustrationen: Nikolaus Moras

"Während das Boot auf den Steg zutreibt, fällt ein Schuss. Derjenige, der auf der Ruderbank sitzt, wird getroffen!" berichtet die Hellseherin mit tonloser Stimme und starrt auf den Bergkristall. "Aber du siehst doch sicher auch den Schützen. Warum hinderst du ihn nicht?" wirft ihr Neffe Florian ein. Madame Thekla schweigt. Sie sieht Florian an. "Dazu brauche ich deine Hilfe!" sagt sie schließlich.

 

Florian und das Geisterhaus
Schneider-Buch, 1981
ISBN 3 505 08121 3
Deckbild und Illustration: Nikolaus Moras

"Wir beide werden deine Eltern besuchen!" verkündet Madame Thekla, die Hellseherin. "Wir leihen uns Taximenschen. Die dazugehörigen Seelen schicken wir solange auf Astralurlaub!" Florian ist sprachlos. Stumm starrt er in die geheimnisvollen grünen Augen. Ausgerechnet er soll diese übersinnliche Testreihe mitmachen!

 

Mehr über die Florian Reihe:  (c) Pension-Schicksal.de

 

 

Geständnisse eines graumelierten Herrn ( Roman)
Oliver Hassencamp. - München : Nymphenburger, 1982. - 310 S. ; 21 cm
ISBN 3-485-004-26-X Gewebe : DM 29.80

Bekenntnisse eines möblierten Herrn
Bekenntnisse eines möblierten Herrn : Roman / Oliver Hassencamp. Ill. von Horst Lemke
Stuttgart : Europäische Bildungsgemeinschaft, 1970. - 302 S.

Erkenntnisse eines etablierten Herrn : Roman
Oliver Hassencamp. - 1. - 10. Tsd. - München, Zürich : Droemer-Knaur, 1972. - 304 S. ; 21 cm
72,A39,0188
ISBN 3426089998 Pp. : DM 18.00

Sage und schreibe (Satiren)
Rastatt : Moewig, 1988. - 271 S.
(Moewig ; 4892 : Satire)
ISBN 3-8118-4892-5

Sage und Schreibe (Satiren mit Beilagen)
Oliver Hassencamp. - München, Wien : Langen-Müller, 1976. - 327 S. ; 20 cm
ISBN 3-7844-1637-3 Lw. : DM 22.00

Die Frühstücksfreundin - ein heiterer Roman
Oliver Hassencamp. - München, Wien : Langen-Müller, 1975. - 334 S. ; 20 cm
ISBN 3-7844-1601-2 Lw. : DM 22.00

Fröhliche Zeiten - d. Wende zum Wunder
Oliver Hassencamp. - München ; Berlin : Herbig, 1984
279 S. ; 21 cm
ISBN 3-7766-1339-4
Pp. : DM 29.80

Der Sieg nach dem Krieg - Die gute schlechte Zeit
Oliver Hassencamp. - München [u.a.] : Herbig, [1983]
272 S.
ISBN 3-7766-1302-5

Ich liebe mich (Roman)
Oliver Hassencamp. - München [u.a.] : Droemer, Knaur, 1967. - 337 S.

Klipp und klar - gute u. böse Gedanken
mit Fabeltieren
München : Goldmann, 1980. - 107 S.
(Goldmann-Taschenbuch ; 3911.)

Der Sinn im Unsinn - Katechismus d. Nonsensologie
München : Nymphenburger, 1985. - 159 S.
ISBN 3-485-00508-8

555 kandierte Sätze : Aphorismen
München : Nymphenburger, 1987. - 139 S.
ISBN 3-485-00550-9

Die gute schlechte Zeit
- Erinnerungen an Damals-
1999. 283 S. 22,5 cm - Geb -
HERBIG, M. - 39,90 DM
ISBN 3-776-62090-0