Wem Gott will rechte Gunst erweisen

Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
den schickt er in die weite Welt,
dem will er seine Wunder weisen
in Berg und Wald und Strom und Feld.

Die Trägen, die zu Hause liegen,
erquicket nicht das Morgenrot;
sie wissen nur vom Kinderwiegen,
von Sorgen, Last und Not ums Brot.

Die Bächlein von den Bergen springen,
die Lerchen schwirren hoch vor Lust.
Was sollt´ ich nicht mit ihnen singen
aus voller Kehl´ und frischer Brust?

Den lieben Gott lass ich nur walten;
der Bächlein, Lerchen, Wald und Feld
und Erd´ und Himmel will erhalten,
hat auch mein´ Sach´ auf best´ bestellt!

 

Lustig ist das Zigeunerleben

Lustig ist das Zigeunerleben, faria, faria ho!
Brauchst nicht zu sehr noach Arbeit streben, faria faria ho!
Such nicht lange nach Scherz und Freud´: lustig sind die Zigeunerleut´ !

|| Faria, faria, faria, faria, faria, faria, ho! ||

Wenn der Hunger uns gleich tut plagen, faria, faria, ho!
Tun wir uns einen Hirschen jagen, faria, faria, ho!
Kommt ddr Jäger auch nicht herzu: Hirschlein, dich braten wir in Ruh´ !

|| Faria, faria.. ||

Nach dem Fressen kommt stets das Saufen, faria, faria, ho!
Lasst uns gleich in das Wirtshaus laufen, faria, faria, ho!
Trinken lasst uns vom besten Wein: Lustige sind wir Zigeunerlein!

|| Faria, faria.. ||

Sollte uns was am Gelde mangeln, faria, faria, ho!
Wir verstehen das Taler-Angeln, faria faria ho!
Ausgeliehenes Gold, o Glück, findet den Weg zum Zigeun´r zurück!

|| Faria, faria.. ||

Wenn wir alle Zigeuner wären, faria, faria, ho!
Können wir uns mit Lust vermehren, faria, faria, ho!
Streit und Kriege, die gibt es nicht: Friede ist des Zigeuners Pflicht!

|| Faria, faria.. ||

 

Wenn ich ein Vöglein wär

Wenn ich ein Vöglein wär,
und auch zwei Flügel hätt,
flög ich zu dir.
|| weils aber nicht kann sein,
weils aber nicht kann sein,
bleib ich allhier. ||

Bin ich gleich weit von dir,
bin doch im Schlaf bei dir
und red´ mit dir.
|| wenn ich erwachen tu,
wenn ich erwachen tu,
bin ich allein. ||

Kein Stund vergeht bei Nacht,
da mein Herz nicht erwacht
und an dich denkt.
|| dass du vieltausendmal,
dass du vieltausendmal,
mir dein Herz geschenkt. ||